Gipshohlguss eines Kreideammoniten

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Ammonitenprojekt

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Die beiden Formhälften wurden mit Seifenlösung ausgeschwenkt, um die Oberflächenspannung zu reduzieren. Der Gips ist für die erste Schicht relativ schlank angerührt worden, so dass sich die Form gut ausschwenken ließ. Durch diese Vorgehensweise läßt sich Bläschenbildung weitgehend vermeiden.

Der Gips für die nächsten Schichten wurde wesentlich fester angesetzt und entsprechend seiner Konsistenz ringsherum aufmodelliert. Dabei wurde ein ca. 5 mm breiter Rand von der Oberfläche der Formnaht freigelassen.

Nach Auftragen der ersten dickeren Schichten Gips ist feuchte Jute eingearbeitet worden. Für die innere Windung wurden anstatt der Jute feinere Mullbinden verarbeitet. Dieses Verfahren ist mehrere Male wiederholt worden und ermöglicht einen geringeren Gipsverbrauch, d.h. Gewichtsreduktion bei gleicher Stabilität.

Der freigebliebene Rand wurde mit festerem Gips von innen nach außen gleichmäßig aufmodelliert, bis eine Stärke von 5 mm Breite erreicht war. Dazu wurde ein großer Spachtel benutzt. Auf dieselbe Weise konnte die zweite Formhälfte bearbeitet werden. Es musste darauf geachtet werden, dass die Schlösser der Negativform sauber bleiben, damit keine Paßungenauigkeiten entstehen.

Es wurde weiterer Gips angesetzt und auf dem Rand der beiden Gießlinge verteilt, danach folgte das Zusammenklappen der beiden Formhälften. Es war jedoch nicht möglich, die Formteile genau aufeinander zu bringen, da die Innenwindungen zu hoch gearbeitet waren. Daraufhin wurden die Windungen mit einer Raspel verdünnt. Nach einiger Überlegung wurde die Entscheidung getroffen, einen Teil zu entformen und genau auf die in der Form liegenden Seite anzupassen. Ammonitenhälfte und Formteil sind für die spätere Paßgenauigkeit markiert worden. Es wurde Gips angesetzt und der Rand des in der Formhälfte liegenden Ammonitengießlings damit bestrichen, danach konnte die zweite Hälfte paßgenau aufgelegt werden.

Mit einem Spachtel ist der herausquellende Gips abgestrichen worden. Nach Abbinden des Gipses konnte entformt und retuschiert werden.

Die Naht wurde mit Hilfe von Skalpell, Drahtbürste und Schwamm weitgehend unsichtbar gemacht, Luftblasen und Risse wurden mit Gips aufmodelliert.

Um die Oberfläche des Ammonitenabgusses gegenüber Stößen und Kratzern unempfindlicher zu machen, wurde sie mehrmals mit einer Dextrinlösung behandelt. Dadurch erhielt der Ammonit eine porzellanartig harte Oberfläche.

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© Katrin Stiller; 2001-2002
Eingerichtet: 20.02.2002
Letzte Änderung: 03.05.2002