Epoxidharzhohlguss eines Kreideammoniten

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Ammonitenprojekt

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Das verwendete Harzgemisch bestand aus dem Harz LB 20, Dolomit (Steinmehl) und Farbpigmenten. Das Dolomit bewirkt eine fast identische optische Eigenschaften gegenüber dem Original. Der Abguss fühlt sich kälter und somit auch steinähnlicher an, als ungestrecktes Kunststoffmaterial. Die Farbpigmente dienen als Grundfarbe für den Ausguss und machen die spätere Coloration leichter.

Zunächst mussten die beiden Formhälften gesäubert werden, denn es durften keine Gipsreste vom vorhergegangenen Gipsausguss zurückbleiben. Die Feinschicht wurde mit Harz, Dolomit und Farbe vorbereitet. Sie ist etwas dunkler angefärbt worden als die spätere Dickschicht. Mit Härter VE 2778 wurde die Masse zurechtgerührt. Die zwei Formteile wurden sorgfältig dünn ausgepinselt um keine Stellen frei zu lassen. Die Feinschicht härtete vollständig aus.

Die Dickschicht konnte so mit Dolomit aufgehellt werden, damit die hellere Masse durch die dunklere Feinschicht durchschimmern kann und so Effekte entstehen, die die spätere Coloration erleichtern sollte. Diese Schicht wurde mit dem gleichen Härter wie die Dünnschicht verarbeitet.

Als Zusatz wurde etwas Aerosil 200 hinzugefügt. Diese so verdickte Masse machte es leichter, sie rundherum gleichmäßig stark aufzumodellieren.

Für eine höhere Stabilität wurden mehrere Schichten Glasfasergewebe eingebaut. Am Ende dieses Arbeitsganges wurde ein ca. 2 cm dicker Wulst aus nochmals verdicktem Harzgemisch angelegt. Dann konnten die Formhälften zusammengeklappt werden und durch Anpassen der Hälften aneinander ließen sich die beiden Seiten genau angleichen. Jetzt wurden die Mäntel mit Schrauben und Flügelmuttern gegeneinander gepreßt und fixiert.


Nach Aushärtung des Harzes wurden die Schrauben entfernt und die Formhälften mit Spachteln aufgehebelt. Die Silikonformen konnten vorsichtig an beiden Hälften angehoben und langsam vom Ausguss getrennt werden.

Der Rohguss war gelungen,

aber es waren Nacharbeiten an der Gussnaht nötig.

Um die Naht so gut wie möglich zu entfernen, wurde sie mit verschiedenen Fräsköpfen an einer flexiblen Welle zurückgeschliffen. An einigen Stellen musste die Naht mit etwas angedicktem Harz zusätzlich retuschiert werden.


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© Katrin Stiller; 2001-2002
Eingerichtet: 20.02.2002
Letzte Änderung: 03.05.2002