Ammoniten

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Bild (Ammonit Lebendrekonstruktion)Ammoniten gehören zur Klasse der Cephalopoda (Kopffüßer) und damit zum Stamm Mollusca (Weichtiere).

Im Volksglauben haben sie eine wichtige Rolle gespielt. Die Tibetaner nannten sie Götterräder. Im frühen Europa wurden Ammoniten als Schlangensteine verehrt und in der Fränkischen Alb mauerte man Ammoniten als Glücksbringer in Häuserwände ein.

Die Bezeichnung Ammonit leitet sich ab vom ägyptischen Gott Amon, dem Sonnengott Re gleichgesetzt (Amon-Re). Geweiht wurde diesem Gott der Widder, mit dessen gedrehten Hörnern der Ammonit eine große Ähnlichkeit hat.

Das Gehäuse

Die Spirale des Ammoniten-Gehäuses gibt das Wachstum des Tieres wieder. Ein erwachsenes Tier kann bis zu 150 Kammern haben. An ihnen und der letzten Kammer, der Wohnkammer, läßt sich das Alter eines Ammoniten bestimmen. Die Kammern des Gehäuses waren mit Gas und Wasser gefüllt. Durch eine Veränderung des Gas-Wasser-Verhältnisses konnte das Tier steigen oder sinken.

Die Wände sind mit der Außenschale verwachsen und bilden dort eine Naht, die Lobenlinie, die mitunter sehr verfaltet ist.


Exponate

Große Kreideammoniten aus Dortmund

Bild (großer Kreideammonit)

Fossilname: Puzosia muellerie
Fundschicht: Oberkreide, Unteres Mittelturon.
Funddatum: Herbst 1993
Fundort: Dortmund, B 236, Geländeeinschnitt im Bereich der Stadtrat-Cremer-Allee

 

Bild (rotbrauner Kreideammonit)

Fossilname: Lewesiceras Peramplum
Fundschicht: Oberkreide, Unteres Mittelturon.
Funddatum: Herbst 1993
Fundort: Dortmund, B 236, Geländeeinschnitt im Bereich der Stadtrat-Cremer-Allee


Ammoniten existierten in vielfältiger Gestalt

Bild (Ammonit, lebend)
Neben solchen mit dicht
gewickelten Gehäusen
gab es auch solche mit losen Windungen.

Bild (Ammonit lose gerollt) 
Fossilname: Aeyocrioceras
Fundschicht: Unterkreide
Funddatum: 1993
Fundort: Haste, Mittellandkanal

Bild (Ammonitenfeld)
Zusammenschwemmung von Gehäusen.
Fossilname: Dactylioceras athleticum
Fundschicht: Schwarzjura epsilon
Funddatum: 1987
Fundort: Schlaifhausen bei Forchheim

Bild (Ammonitenfeld - Steindetail)   Bild (Ammonitenfeld - Detail)
Ausschnittsvergrößerungen

Bild (schieferfarbener Ammonit)
Fossilname: Dactylioceras
Fundschicht: Schwarzjura
Funddatum: 1995
Fundort: Ohmden bei Holzmaden in Süddeutschland

Bild (2 weiß-grünliche Ammoniten)  Bild (weiß-grünlicher Ammonit)
Fossilname: Pleuroceras solare, weißschalig erhalten
Fundschicht: Schwarzjura delta
Funddatum: ?
Fundort: Tongrube Unterstürmig


Ein- und Anlagerungen

Um den Innenaufbau eines Ammoniten zeigen zu können, kann man einen Anschliff oder Anbruch vornehmen.


In manchen Kammern sind Sedimentverfüllungen zu erkennen, andere sind auskristallisiert.
Fossilname: Macrocephalites (Medianschliff)
Fundschicht: Mittleres Jura
Funddatum: ?
Fundort: Dehme an der Porta Westfalica

Bild ( Bruchstück mit Silikatfüllung)
Ammonitenennabel, gefunden 1997 bei der englischen Kaserne an der B1.
An seiner rechten Seite befindet sich eine gelbe Calcit-Einlagerung

Während die Macrocephalites mit Sedimenten bzw. Kristallen gefüllt sind, sind Steinkerne häufig pyritisiert. Wegen seiner Färbung heißt Pyrit auch Schwefelkies oder Katzengold.

Bild (3 Ammoniten mit Pyrit)
Fossilname: Psiloceras johnstoni (pyritisiert)
Fundschicht: Jura, Lias
Funddatum: 1995
Fundort: Bielefeld, Hauptbahnhof

 

Bild (Ammonit mit Pyrit-Einlagerung)
In diesem Ammoniten sind besonders gut die pyritisierten Kammerwände zu erkennen.
Fossilname: Kosmoceras
Fundschicht: Mitteljura
Funddatum: 1992
Fundort: Polen

Wie auch bei Muscheln befindet sich unter der äußeren Ammonitenschale eine Perlmuttschicht. Bei dem folgenden Exponat hat sich die äußere Schale aufgelöst.

Bild (Ammonit mit Perlmuttüberzug)
Fossilname: Kaschpurites
Fundschicht: Jura
Funddatum: ?
Fundort: Jaroslavs (Russland)

Bild (Detail mit Lobenlinien)
In der Ausschnittsvergrößerung sind die Lobenlinien besonders gut zu erkennen.


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URI: http://geologieknoten.de/pm/S-A1-25.html
© Petra Marx, Joachim Puppele
Eingerichtet: 10.10.1998
Letzte Änderung: 17.01.2003